Miércoles
In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch erwache ich mit Krämpfen in der hinteren Oberschenkelmuskulatur – etwas, das ich so noch nie hatte. Beim anschliessenden Toilettengang macht sich dann auch noch ein leichter Durchfall bemerkbar.
Die letzten zwei Tage waren offensichtlich zu viel für meinen Körper. Sein Motzen nehme ich ernst und entscheide mich, auf die dreitägige Bergtour zum Urriellu zu verzichten.
Wir frühstücken im Casa del Puente. Anschliessend können Philipp und Dani noch überflüssiges Gepäck bei unserem Gastgeber deponieren, bevor sie sich bei leichtem Regen auf den Weg zum Refugio Jou de los Cabrones machen.
Das erste Funicular fährt erst um 09:00 Uhr, und ohne die Touristen ist Bulnes wirklich gut erträglich.
Ich fahre mit dem Funicular nach Poncebos und von dort mit dem Bus weiter nach Las Arenas.
Die Busfahrt führt durch die enge und gewaltige Schlucht des Rio Cares. Auch in diesem unteren Abschnitt ist sie spektakulär. Ich bin schon jetzt gespannt auf die Eindrücke, wenn wir am Samstag von Poncebos nach Caín wandern (VP122).
In Las Arenas checke ich im Hotel Picos de Europa ein und schlafe gleich einmal knapp fünf Stunden – Schlaf ist und bleibt der beste Doktor!
In der Apotheke hole ich mir noch ein LenoDiar, und schon sitze ich – wie vor drei Tagen – im Los Guias und geniesse einen feinen Tomatensalat und Ravioli de Setas.
Jueves
Ich erwache erst um 08:00 Uhr – es geht mir schon wesentlich besser. So richtig fit fühle ich mich allerdings noch nicht.
Philipp und Dani sind heute zum Refugio Vega de Urriellu unterwegs - wenn das Wetter mitmacht, besteigen sie den Torre de Cerredo
Bei mir gibt es zum Frühstück un tostado con tomate y jamón.
Danach ist schon wieder etwas chillen angesagt.
Schliesslich statte ich der Lavandería einen Besuch ab, rechne die Ausgaben der letzten Tage ab, schreibe diesen Bericht und erledige noch ein paar Unterhaltsarbeiten auf meinen diversen Homepages und etwas Gymnastik hat auch noch Platz gefunden.
Auch mit der Fortsetzung ab Caín habe ich mich beschäftigt und dabei festgestellt, dass viele Hotels bereits in der Winterpause sind. Unsere Routen werden also ziemlich stark von den vorhandenen Übernachtungsmöglichkeiten geprägt sein.
Booking.com, Google und Turismo Castilla y León zeigen dabei ein ziemlich übereinstimmendes Bild. Turismo Castilla y León listet allerdings viele Unterkünfte auf, die keinen eigenen Internetauftritt haben und weder bei Google und schon gar nicht bei Booking.com zu finden sind. Es wird also noch etwas Recherche brauchen, bis unsere nächsten Etappen definitiv feststehen.
Die möglichen Varianten ab Caín sehen momentan in etwa so aus:

Zudem sind die Wetterprognosen nicht berauschend. Wir werden deshalb am Freitag in Poncebos gemeinsam entscheiden, wie es weitergeht und welche Variante unter den gegebenen Bedingungen am meisten Sinn macht.
In der Sidrería Calluenga gibt's für mich Huevos rotos con patata y jamón und als Postre una copa de vino tinto – buenas noches.
Viernes
Prima geschlafen, gut gefrühstückt und wieder fit, auch die Verdauung verrichtet ihren Job wieder normal.
Mit dem Bus zurück nach Poncebos und warten auf Philipp und Dani. Ein kleiner Schwatz mit einem Biker aus Wohlen, der mich angesprochen hat, weil auf meinem Leibchen gross GP Winterthur steht. Er ist mit dem Velo von Lyon nach Lissabon unterwegs – auch nicht gerade eine kleine Sonntagsausfahrt.
Die beiden Berggänger melden sich um 14:00 Uhr. Sie sind offenbar heute noch auf einen weiteren Gipfel gestiegen. Was genau sie erlebt haben und wann sie in Poncebos eintreffen, werden wir wohl bald erfahren.
Fotos und Bericht über die 3-tägige Bergtour der beiden werden hier noch ergänzt - wahrscheinlich ¡mañana!