Auch diesen Tag gehen wir gemütlich an. Zuerst gibt es ein einfaches Frühstück in unserem gemütlichen Hotel. Der Capo gibt uns zum Abschied sogar noch eine Flasche Sidra mit – ein wirklich empfehlenswerter Ort, an dem man sich einfach wohlfühlt.

Ein Schwatz mit einem Schweizer Goldenager-Paar, ein kleiner Rundgang durch das pittoreske Dorf – und los geht's.

Bei stark böigem Wind und cielo muy nublado wandern wir zuerst talwärts und dann hinauf zum Collado de Pandébano (1205 m). Immer wieder begegnen uns einzelne Wanderer.

Was das Wetter betrifft, informiere ich mich vorwiegend bei El Tiempo. Meine zugegeben subjektive Erfahrung ist, dass dort das Wetter relativ präzise vorhergesagt wird – okay, manchmal eine Spur zu pessimistisch. Dani und Philipp wollen davon allerdings nichts hören. Sie halten sich lieber an die optimistischeren Modelle wie Meteoblue – die dann meistens leicht daneben liegen.

Anyway – im Abstieg beginnt es, für mich nicht unerwartet, leicht zu nieseln. Gemein ist, dass die glattgeschliffenen Kalksteine auf dem Weg dadurch glitschig werden und wir über mehrere Kilometer wie auf Eiern laufen. Recht kräftezehrend, doch es gilt, einen Sturz mit möglicherweise fatalen Folgen zu vermeiden.

Immerhin werden wir zwischendurch mit tollen Ausblicken auf den Pico d'Urriellu belohnt.

Schliesslich erreichen wir Bulnes – extrem touristisch in allen Belangen. Mehr will ich dazu gar nicht schreiben.

Immerhin ist unser Gastgeber sehr sympathisch. Das Casa del Chiflon ist allerdings ohne Restauration. Wir beziehen unsere gemütlichen Zimmer und entscheiden, ohne Gepäck bis Poncebos zu wandern. Von dort gibt es nämlich ein Funicular zurück.

Damit können wir uns in drei Tagen immerhin 400 Höhenmeter Abstieg sparen – 1400 statt 1800 Höhenmeter – und trotzdem alle uns auferlegten Regeln einhalten.

Die lückenlose Kette wird ab Poncebos weitergeführt, die dreitägige Bergtour zum Urriellu gilt somit als Pause!

Gesagt, getan: Durch die gewaltige Schlucht wandern wir easy nach Poncebos und nehmen das Funicular zurück nach Bulnes.

Duschen, Bericht schreiben – und schon bald sitzen wir beim Znacht im Ristorante Casa del Puente.

 

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