Finster durch den Ginster
Wir sind mittlerweile so weit im Westen, dass es hier erst gegen 08:00 Uhr hell wird. Das hat natürlich den Vorteil, dass man länger liegen bleiben kann.
Um 08:30 Uhr starten wir unsere Uhren. Von Beginn weg geht es schweisstreibend bergauf, zuerst durch Kastanienwälder, dann durch Mischwald auf uralten Wegen, die immer noch gut im Schuss sind. Zwischendurch bieten sich immer wieder tolle Ausblicke.
Einige Alpen sind noch immer bestossen, überall sehen wir Rinder. Viele der Alpen werden allerdings nicht mehr unterhalten.
Nach knapp drei Stunden sind die ersten 1000 Höhenmeter und sechs Kilometer geschafft – Zeit für eine erste Pause.
In leicht coupiertem Gelände queren wir die buschige Hochebene. Ein Gesprächsthema dabei ist die Pistazie: Ist sie eine Nuss, ein Kern, ein ... was auch immer? Wiki sei Dank können wir das zweifelsfrei klären: Das, was man von der Pistazie isst, ist der Samen der Nuss.
Ein weiterer toller Moment ist, als wir den Urriellu sehen, den markanten, prägenden Zapfen der Picos.
Bei einer Viehherde verlieren wir den Pfad und finden uns plötzlich mitten in einem riesigen Ginsterfeld wieder. Eine ziemlich stachelige Angelegenheit. Philipps Stimmung verfinstert sich leicht – finster durch den Ginster.
Nach gut sieben Stunden kommen wir in Sotres an. Wir restaurieren uns bei einem feinen Plättli und checken anschliessend im sympathischen Hotel Rural Peña Castil ein, wo wir später auch ein feines Nachtessen geniessen.
zu den Fotos
zur Route (17,5km, 1457HM, 7:15h)