Nach einem eher kargen Frühstück machen wir uns wieder auf den Weg nach Westen. Die Luft ist angenehm kühl – ideales Wanderwetter. Der Weg führt uns vorbei an herrschaftlichen Landsitzen, eingebettet in eine zunehmend wilde Landschaft. Für uns bedeutet das vor allem eines: stetiges Auf und Ab, durchzogen von grossen Weiden und sattem Grün, soweit das Auge reicht.
Nach knapp sieben Kilometern erreichen wir Santillana del Mar, wo wir unsere erste Pause eingeplant haben. Der Ort ist zwar deutlich auf Touristen ausgerichtet, aber dennoch beeindruckend: prächtige alte Herrschaftshäuser, eine hervorragend erhaltene mittelalterliche Altstadt und ein ganz eigener Charme. Auf dem Hauptplatz vor der Colegiata de Santa Juliana gönnen wir uns eine Cola und eine Tortilla.
So gestärkt tauchen wir wieder ein in die grüne Hügellandschaft. Neben den üblichen Pferden, Geissen und Kühen – die hier übrigens oft Glocken tragen – begegnen uns zwischendurch auch Alpakas. Immer wieder eröffnen sich schöne Ausblicke, und auf einem Hügel thront eine imposante Kirche, die das Landschaftsbild prägt.
Bei km 14 schalten wir nochmals eine Pause ein und geniessen in feinen Tomatensalat mit einem Mozzarella, der hier natürlich anders heisst.
Schliesslich erreichen wir Cóbreces. Bereits von Weitem fallen zwei grosse Sakralbauten auf, die fast verloren auf freiem Feld stehen: die Abadía de Santa María de Viaceli und die Iglesia de San Pedro Advíncula. Einer der Komplexe beherbergt auch eine Jakobsweg-Herberge mit rund 105 Betten.
Wir haben ein Zimmer (mit Küche und Bad) im Playa de Cóbreces gemietet. – das Check-in funktioniert unkompliziert per Telefon mit fernbedienter Türöffnung. Danach das übliche Ritual: duschen, ein erstes Bier am mittlerweile geöffneten Kiosk, etwas Planung für den nächsten Tag und das Schreiben des Berichts.
Zum Abschluss geht es noch an den Strand. Zwei Restaurants haben bereits geöffnet, auch wenn es nur noch kalte Küche gibt: eine Käse- und Fleischplatte tut es allemal – und schmeckt nach diesem Tag ganz hervorragend.
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zur Route (20km, 457Hm, 7:00h)
