Guten Morgäähn – auch an einem halben Ruhetag wird ausgeschlafen. Mit leerem Magen geht es zuerst in die Abteilungen Pescados und Mariscos des Mercado de la Esperanza – geruchlich etwas anstrengend, visuell dafür absolut sehenswert. Im Obergeschoss der Markthalle ist die Luft deutlich neutraler, und der Kaffee schmeckt vorzüglich.

Anschliessend machen wir einen Spaziergang Richtung Meer. Wir schlendern durch breite Einkaufsstrassen, werfen einen Blick auf die Catedral de Santander (diesmal nur von aussen). Weiter geht es in den Park am Meer, wo das auf Stelzen gebaute Centro Botín steht. Auch erwähnenswert ist der Hauptsitz der Banco Santander. 

Später gönnen wir uns noch ein eine feine Tortilla und ein Glas Wein an dieser grosszügigen Promenade. 

Den Ruhetag haben wir auch genutzt, um die Fortsetzung unserer Reise zu planen. Unser Ziel ist Las Arenas, der ideale Ausgangspunkt für den Parque Nacional de los Picos de Europa. Dieser Ort ist für uns in 6–7 Tagesetappen gut erreichbar – sowohl von der Distanz als auch von den Höhenmetern her.

Um die Tagesdistanzen etwas zu verkürzen, „opfern“ wir einen halben Ruhetag: Heute wandern wir rund 10 km ohne Gepäck westwärts und fahren anschliessend mit einem Regionalzug zurück nach Santander.

Geplant - getan: 

Über die wirklich attraktive Flaniermeile schlendern wir stadtauswärts. Bald erreichen wir einen grossen, gepflegten Park mit viel Grün. Mit der Zeit wird es ländlicher, und der Blick öffnet sich hin zu Hafenkränen und Industrieanlagen – spannende Kontraste, ergänzt durch die eine oder andere architektonische Kuriosität (siehe Fotos).

Die Zugverbindung hatten wir bereits vorab geprüft – analog in Santander und digital via Google. Vor Ort wollten wir dann Tickets kaufen: In der RENFE-App gelingt uns das nicht. Mit Unterstützung von ChatGPT stossen wir auf die App RENFE Cercanías. Dort sehen wir zwar die Fahrpläne, doch Tickets lassen sich (offenbar aufgrund eines Fehlers in der App) ebenfalls nicht lösen.

Schliesslich steigen wir ohne Ticket in den Zug und fahren zurück nach Santander. Dort angekommen erklären wir der Kontrolleurin am Ausgang, dass wir vergeblich versucht haben, Tickets zu lösen - sie winkt uns mehr oder weniger wortlos durch ...

Kurze Pause im Hotel und dann feines Nachtessen in der Taberna del herrero (herrero=Schmied!) : Entrecote auf heissem Stein.

zu den Fotos Santander
zu den Fotos der Wanderung Santander - Mortera-Mompia
zur Route (10,75km, 124m, 3:45h)

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