Wir starten ohne Frühstück und vor allem mit superleichtem Gepäck. Mit der gestern erworbenen BARIK-Karte fahren wir für total 2€ 45-Min. in einem Euskotren (eine Kombination von Metro und S-Bahn) nach Durango.
In einem einfachen Jatetxea gibt's Kaffee und Tortilla.
Gemütlich schlendern wir zur Stadt hinaus. Wie in jeder Stadt gibt es sie auch hier die Odachlosen, welche ihr Nachtlager zusammenräumen oder diskret unaufdringlich um ein Almosen betteln. Durch die Vorortsquartiere mit hohen gepflegten Wohnblöcken - die meisten weisen deutlich mahr als 6 Etagen auf - gelangen wir an den Stadtrand. Bei einer alten Brücke will uns Komoot auf einen Weg leiten, der aufgrund Hochwasser im Fluss untergegangen ist.
Wir laufen entlang einer wenigstens wenig befahrenen Hauptstrasse, mit Ausblick auf eine weitere Papierfabrik (https://www.smurfitwestrock.com/)
Auch ein ordentlich aufgeräumter Autofriedhof gehört zum Gesamtbild. Schliesslich landen wir auf einem idyllischen Landsträsschen, das allerdings viele morastige Stellen aufweist. Mittlerweile können wir schon recht gut abschätzen, an welchen Stellen der Fuss nur bis etwas über die Sohle im Schlamm versinkt.Die Ausblicke auf die riesigen Fabrikgebäude in den beiden Täler deuten auf viel Industrie hin, auch zwei riesige Steinbrüche können wir ausmachen. Dazwischen gibt es aber auch viel schönes zu sehen und vor allem - heute regnet es nicht.
Nach gut 3h, bzw. der Hälfte der Strecke erreichen wir Amorbieta. Zu sehen gibt's dort u.a. eine grosse Pelota-Wand, sowie ein Rathaus mit speziellem Dach. Wir restaurieren uns - heute mal bewusst ohne Alkohol.
Weiter geht's wieder einmal schweisstreibend bergan, ohne Gepäck ist das jedoch voll easy, so dass wir uns voll und ganz der eleganten Überwindung von schlammigen Stellen widmen können. Wir passieren einen Wald mit Bäumen, welche die Rinde verlieren - das klär ich dann zu hause genauer ab.
Philipps Füsse benötigen hin und wieder eine kleine Pause. Schliesslich erreichen wir wieder die Zivilisation, schmunzeln müssen wir über die klare Trennung von Füssganger und Radweg mit ziemlich eindeutiger, wenn auch leicht übertriebner Signalisation.
Kurz nach 15:00 erreichen wir die Bahnstation in Bedia, wo wir routiniert den Euskotren nach Bilbao - genauer zur Station Zazpikaleak - nehmen.
Duschen, dösen, Wäsche waschen.
Heute gibts ein feines indisches Degustations-Menu im Swad - zu diesem Essen passt weder Wein und auch kein Bier.
Nach einem kleinen Verdauungsrundgang durch Bilbao sind wir schon früh zurück im Hotel.
Bericht schreiben und Buenas noches.
zu den Fotos
zur Route (22km, 390Hm, 6;15h)
