Um 07:30 gibt's in der nahen Bar Tostada con tomate mit feinem Kaffee zum Frühstück.
Wieder starten wir früh - heute aber bei milderen Temperaturen und vor allem mit der Aussicht auf einen regenfreien Tag. Philipp braucht etwas mehr Höhenmeter, daher trennen sich unsere Wege nach rund zweistündigem, schweisstreibendem Aufstieg - Philipp geht auf über 1000müM zu den Wolken, ich traversiere auf rund 800müM - wir haben einen Treffpunkt ausgemacht - wie sich dann herausstellt nicht präzise genug.
Der Einstieg in meine Abkürzung misslingt, da sich der Weg schon nach kurzer Zeit verliert, Flucht nach oben bringt mich dann auf den korrekten Weg. Durch mystischen Wald mit viel Moos und zahlreichen moratsig-sumpfigen Stellen - positiv wie ich nun mal bin, mir gefällts!
Moderner Kommunikation sei Dank treffen wir uns dann für den restlichen Abstieg ins Städtchen Oñati.
Wir sind nun übrigens seit gestern in der Provinz Pais vasco  unterwegs. Was wir bis jetzt mitbekommen haben:

  • Die Basken verstehen sich als kulturelle Gemeinschaft, welche über Provinz- und Landesgrenzen hinausgeht es sind dies die Provinzen Navarra, Pais vasco in Spanien und die nord-westlichen Teile der ranzösischen Pyrenäen.
    Die ETA forderte für dieses Gebiet einen eigenen Staat. Auch aktuell sieht man viele Graffities mit dieser Forderung <Euskal Herriak erabaki> bedeutet in etwa: das baskische Volk entscheidet.
  • die Basken pflegen ihre Kultur sehr bewusst und konsequent. Dies äussert sich sich in der Anwendung ihrer unergründlichen Sprache - alles ist baskisch angeschrieben - wir lernen:
    • Jatetxea – das Restaurant
    • Zabalik – offen
    • Itxita – geschlossen
    • Garagardoa - Bier
    • Komuna - Toilette
    • Eskerrik asko - danke
    • Kotuz - Achtung

mehr vielleicht später (ich redegiere diese Berichte zu Hause und ergänze sie dann auch)


Vom Städtchen Oñati sind wir positiv überrascht: durch einen grosszügigen Park mit alten Baumbeständen gelangen wir zum Zentrum mit autofreien Gassen und vielen Geschäften (allerdings Itxita) - wir finden ein Jatetxea zabalik und nach einem Garagardoa werden wir wieder mal einen Vals-Porto-Kleber los.
Schliesslich checken wir im Torre Zumeltzegi ein. Nach Duschen (und Entfernen von zahlreichen Zecken - morgen hol ich mir einen Zeckenspray) geniessen wir die Immobilität auf der Terrasse bei einem Glas Rotwein mit Ausblick auf die fantastische Landschaft.
Das Nachtessen ist soweit ok, die Bedienung - na ja. Trotzdem ein absolut empfehlenswerter Ort - sowohl das Städtchen als auch das Hotel!

zu den Fotos

zur Route (19km, 633Hm, 7:45h)

VP102