Schon um 07:30 sind wir im Hotelnahen Kaffee/Einkaufsladen beim Frühstück, steht doch heute eine eher anspruchsvollere Route an: einerseits soll es gemäss Wetterprognosen am Nachmittag Regen geben, andererseits sind die alternativen Talwege mit wenig Höhenmeter so unattraktiv, dass wir uns für die herausfordernde Variante entschieden haben.
Bei recht kühlen Temperaturen - es reicht knapp nicht für einen Rauhreif und eigentlich wären Handschuhe angebracht, so man sie denn dabei hätte - lassen wir Alsasua hinter uns und wandern flach bei tollen Stimmungsbilder der aufgehenden Sonne durch Wiesen, Weiden und lichte Wälder.
Die Fahrsträsschen werden steiler und einsamer - in den nächsten 6 Stunden begegnen wir genau zwei Menschen - einem Jäger mit Hund etwa 200m entfernt und einem Jogger.
Die Landschaft und Umgebung ist fantastisch, die Wege schlammig-morastig - mit beinahe jedem Schritt glupscht es unter der Sohle - ein feuchtes Echo der letzten Niederschläge. Es gibt kaum stehendes Wasser - es fliesst einfach überall.
über glitschige Wege steigen wir ab in ein Tal, wo wir bei einer Raststätte eine Autobahn überqueren. Wir genehmigen uns ein Bier und bestaunen dabei die zahlreichen LKW's, bevor es wieder ind die einsame und schlammige Natur geht.
Eigentlich wissen wir, dass Komoot meistens Wege vorschlägt, die über die höchstmöglichen Punkte führen. Normalerweise korrigieren wir dies, doch für diese Route ging das vergessen, so dass wir wohl an einem verfallenen Monument und einer uralten, nassen Trockenmauer vorbeikommen, dabei aber auf einem Weg gehen, der nicht nur schlammig sondern zudem auch völlig verwachsen ist - nun die 200Hm Auf- und Abstieg buchen wir als Konditionstraining ab.
Wir belohnen unsere Parforce-Leistung und souveräne Wegfindung mit der Vernichtung unseres Notbiers.
Eingangs Zegama platzieren wieder einmal einen Vals-Porto-Kleber (in 10 Tagen bin ich etwa 10 Kleber losgeworden). Wir beziehen unser Zimmer im symphatischen Ostatu Zegama, waschen Wäsche, erkunden das Dorf: interessant ist ein Lift, der zum Friedhof und einer Pilgerherberge führt und zudem eine tolle Aussicht bietet (siehe Fotos).
Nachdem wir gestern in Alsasua gastronimisch eher ernüchternde Erfahrungen gemacht haben - ist hier diesbezüglich alles voll ok.

 

zu den Fotos

zur Route (21,5km, 777Hm, 8h)

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