Um 09:00 öffnet la dictatora die Bar - zum Frühstück gibt's cafe und getoastetes Brot.
Bei ziemlich kühlen Temperaturem und bisigem Wind machen wir uns auf. In einer kleinen Zusatzschlaufe passieren wir zunächst das Dorf Lumbier - wir entdecken nichts erwähnenswertes.
Schon bald wandern wir auf Wegen, wie man sie sich als Vals-Porto-Wanderer wünscht - etwas höher als der Talboden gelegen, relativ flach und durch die fantastische Landschaft führend.
Wir stellen fest, dass wir nicht vom Jakobsweg wegkommen, Müscheli überall - wahrscheinlich wird hier jeder Weg, der westwärts führt, zum Jakobsweg erklärt und entsprechend bemüschelt.
Durch ein einsames Tal steigen wir auf zum Teil recht schlammigen Wegen von 400müM auf 770müM. Auf dem südlichen Kamm ca. 100 HM höher reihen sich unzählige Windräder. Wir begegnen einer Herde Pferde sowie einigen behornten Kühen.
Und dann überhohlt uns ein komumnikativer Pelegrino aus Barcelona, den wir in den nächsten Stunden noch öfters treffen werden. Er kündigt uns an, dass hinter uns noch ein Franzose, sowie ein älterer Spanier folgen und wir uns dann in Monreal sehen werden - und weg ist er (in leichtem Tenue, mit leichtem Rucksack und wie sich später herausstellt auch bald 60)
Es folgen noch einige Kilometer über unsägliche Betonpisten - tolle Landschaft aber der betonierte Weg zermalmt die Fusssohlen und mindert den Genuss fundamental! Es gibt zwischendurch auch erfreuliche Momente: eine Schafherde, ein gepflügtes Fussbalfeld oder einfach ein speziell schöner Waldweg.
Ziemlich kaputt komme ich in Monreal an - wir restaurieren uns prima in der Bar El Centro, bevor wir im fantastischen Casa Rural Etxartenea einchecken. Hinter der bescheidenen Fassade verbirgt sich ein fantastisch renoviertes Haus, alte Strukturen wurden konsequent erhalten. Wie das Haus so der Capo - Don Camillo-mässig erläutert er uns den auf gute Art ausgetragene Konflikt mit dem Pastor betreffend Glockenschlag der nahen Kirche.
Im El Centro geniessen wir einen währschaften Znacht, u.a. mit Pochas a la Navarra (Bohnen).
zu den Fotos
zur Route (23,25km, 473Hm, 7h)
