Wir setzen - zugegeben mangels Alternativen - die Jakobsche Bescheidenheit fort und begnügen uns mit einem Kaffee zum Frühstück. Dann starten wir die heutige moderate Etappe bei Regen - nochmals wollen wir konsequent dem Jakobsweg folgen. Im Poncho mit Stock sehe ich auch aus wie ein waschechter Pilger.
Über angenehme Feldwege erreichen wir schon bald den Embalse de Yesa, wo der Rio Aragon gestaut und als Wasserreservoir genutzt wird.
Lange führt der Weg zwischen nassen Trockenmauern durch eine Baumhecke - es hat zwar aufgehört zu regnen, dafür tropft es stetig von den Bäumen.
Schliesslich erreichen wir Ruesta, eine obwohl schon ziemlich verfallene immer noch imposante Burg-, bzw. Kloster-Anlage. Hier kehren wir im sympathischen Albergue ein. Unsere kräftigende Wegzehrung ergänzen wir mit einem - ok zwei - Glas Rotwein.
So gestärkt nehmen wir den vor uns liegenden Hügel (350Hm) in Angriff. An den häufigen schlammigen Stellen sind die Spuren von drei Personen zu erkennen. Die müssen nach dem Regen von heute morgen hier durch sein. Wie auf dem bisherigen Weg begegnen wir jedoch niemanden, was nicht weiter verwunderlich ist, da ja alle in die selbe Richtung wandern.
Die Kapazität der Pilgerherbergen lässt aber darauf schliessen, dass hier im Sommer oder während der Ferienzeit einiges mehr los ist.
Mal abgesehen davon, dass die Verpflegungsmöglichkeiten zur Zeit recht limitiert sind, kommt uns die Ruhe eher entgegen, denn so haben wir u.a. die Massenschläge in den Albergues für uns allein.
So auch in Undués de Lerda. Wir werden im Albergues zuvorkommend empfangen, können Bier über die Gasse kaufen und bekommen ein schönes Zimmer zugeteilt. Das Restaurant des Albergues ist allerdings geschlossen. Wir haben aber auf 20:00 ein ein Take-Away-Menu bestellen können, dass wir dann in unserer Unterkunft, die sich in einem Nebengebäude befindet, zu uns nehmen können.

(Bericht wird vielleicht später vervollständigt)

zu den Fotos
zur Route (21,75km, 475Hm, 7:15h)

VP094