Wir beginnen den Tag mit einem einfachen Frühstück in gemütlicher Atmosphäre.
Unsere Route ist offensichtlich nicht häufig begangen - stellenweise wird der Pfad von Vegetation überwuchert.
Etwas ungewohnt geht es zunächst wacker abwärts. Nach rund 1h sind wir aber bereits wieder im Aufstieg.
Rundherum saftiges Grün und farbenprächtig blühende Blumen - heissen hier die Alpenrosen vielleicht Pyrenäenrosen? Offenbar haben wir die Kernzone des Nationalparks Aigüestortes i Estany de SanMaurici verlassen, passieren wir doch nun nach drei Tagen zum ersten Mal ein Alp, auf welcher Kühe und Pferde weiden.
Etwas höher entdecken wir mitten in der Pampa einen Turm, der an eine Kirche erinnert. Etwas später kommen wir an einem solchen Turm vorbei: 1946 wurde hier ein Stollen gebaut, der das Wasser in ein anderes Tal zum Stausee leitet, an welchem wir übernachtet haben.
Nach einer ausgiebigen Pause nehmen wir den Abstieg ins Vall de Barravés in Angriff. Unser Ziel - das Refugi de Conangles - liegt sozusagen in der Zivilisation, wenn auch nicht in einem Dorf. Wir beziehen unsere Kojen, duschen und sitzen schon bald im Schatten auf der Terrasse.
Die Wetterprognosen für die nächsten drei Tage sind recht feucht. Wir ändern daher unseren ursprünglichen Plan.

Wir sind dann wieder in einem Gebiet unterwegs, in welchem ich mit keinem Handy-Empfang rechne - nächste Berichte daher erst im Laufe der nächsten Woche.

Ausserdem verlassen wir nun nicht nur den Nationalpark Aiguestortes i Estany SanMaurici, sondern auch Katalonien. Ab morgen sind wir in Aragonien unterwegs.
In Katalonien gelten Katalonisch und Spanisch als offizielle und gleichberechtigte Sprachen. In Aragonien gilt nur Spanisch als offizielle Sprache. Darum heissen die Refugi nun Refugio!

zu den Fotos

zur Route (12km, 459Hm rauf, 897Hm runter, 6:45h)

VP078